4/23/2007

Making a Statue

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Daruma Pilgrims Gallery

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Making a Buddha Statue

MATERIALS & TECHNIQUES FOR MAKING BUDDHIST STATUES

Robes, Drapery, & Folds in Garments

Mark Schumacher


Discussing QUESTIONS ABOUT CLOTHING/DRAPERY
PMJS: Premodern Japanese Studies


Mark has listed the most important items in this field, please refer to his page for the Chinese characters and more illustrations.


Here I give the German from my own book about Buddha statues.
Click on the thumbnails to see more samples.

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Material und Herstellungsverfahren der Statuen


. . . . . Materialien:

Holz (mokuzai): Zeder (sugi), Kiefer (matsu), Nußeibe (kaya), Dufthölzer (sendan) u.a..
Metall (kinzoku): Bronze (doo), Goldbronze (doo-mekki), Eisen (tetsu) u.a..
Steine (sekizai), einfachem oder gebackenem Lehm (senbutsu 甎仏), Trockenlack (kanshitsu), Elfenbein (zooge 象牙) u.a.


© shirakawa history
Senbutsu Lehm from the Heian Period, Temple Kariyadohai-Ji
借宿廃寺

Daruma Museum
Clay Tiles with Buddha Figures / Senbutsu 甎仏


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Ivory , Elfenbein 象牙

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Manchmal wurde der Namen des Stifters hinzugefügt, entweder auf einer verborgenen Schriftrolle in einer Höhlung im Rücken oder im Sockel oder eingeritzt auf dem Rücken, der Fußsohle oder dem Sockel. Im Inneren einer großen Statue wurden auch kleine Statuen (Buddhas im Leibesinneren, tainai butsu) oder Sutras verborgen. Die Namen des Statuen~meisters bzw. Schnitzers oder Bildhauers (busshi) finden sich nur selten.

Daruma Museum
Tainai Butsu 胎内佛, 胎内仏 Buddhas inside a Statue



In Japan sind Holzstatuen am häufigsten. Es gibt Statuen aus einem Stück Holz (ichiboku zukuri) oder aus meheren Holzteilen (yosegi, yoseki) zusammengefügt. Statuen aus mehreren Holzteilen finden sich seit der Asuka-Zeit, in der eine Art Massenproduktion begann.

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. . . . . Reihenfolge bei der Herstellung einer Holzstatue:

1. Zeichnen eines Plans (zutori)
2. Fällen eines geeigneten Baums (kidori). Dabei wurden vom Statuenmeister Gebete an den Baum gesprorchen (misogi kaji) und dann der erste Axthieb getan (onohajime). Der Statuenmeister tat die ersten drei Axthiebe. Danach taten die Holzfäller ihr Werk (soma hajime).


Erster Axthieb, ono hajime 斧初め

3. Grobes Schnitzen der Figur, bis zu 50 Prozent fertig (arabori).
4. Erarbeiten der Details (kozukuri).
5. Feinbearbeitung (shiage).
Für die Schritte 3. und 4. wurde oft ein kleines Hackbeil verwendet (natabori)


natabori  鉈彫 仏像

Ab der 3. Stufe läßt sich in etwa die Form der Figur ahnen.

Bei Holzfiguren wurde oft im Rückenteil von unten (uchiguri) oder hinten (seguri) ein Hohlraum geschaffen, um Verziehungen durch Trockenvorgänge zu vermeiden und die Statuen einfacher transportabel zu machen. Da es in den Holztempeln früher oft zum Brand kam, wurden immer als erstes die Statuen geretten, manchmal auch nur der Kopf einer Statue, der aus diesem Grund besonders leicht abnehmbar geschaffen wurde (warikubi hozo).


warikubi hozo 割首ほぞ


Besondere Bäume im Gebirge, die nach einem Blitzschlag noch standen oder anderweitig durch ihre Gestalt auffällig waren, wurden als Gottheit verehrt (shinboku, reiboku) und mit wenigen Meißelschlägen in den lebenden Baum eine Buddhastatue eingeritzt (tachiki butsu). Manchmal wurden diese Bäume dann an der Wurzel abgesägt und in Hallen aufgestellt.


tachiki butsu 立木仏

Daruma Museum
Buddha Statues in Living Trees / Tachiki butsu



In der Kamakura-Zeit wurden Holzstatuen häufig durch Muster verziert, die mit Lehm angebracht und dann bemalt wurden (domon). Sie ergaben einen besonders dreidimensionalen Aspekt.

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. . . . . Herstellung von Metallstatuen:

Bei der Herstellung verschiedenartiger Gußformen (chuuzoo, chūzō) zeigt sich der Fortschritt der Bronzeverarbeitungs-Technologie. Im alten Japan wurde allerdings überwiegend das einfachere Einmal-Verfahren (soogata) eingesetzt. Später finden wir das Gießen in verlorener Form mit Wachs (roogata), mit Holzformen (kigata) oder Lehmformen (dogata). Besonders große Metallfiguren wurden in Teil-Holzformen von unten nach oben hochgearbeitet oder zunächst als liegende Figuren gegossen (kigarakuri). Fertige Bronzefiguren wurden nach dem Guß besonders poliert (isarai).

Um vergoldete Bronzebuddhas (kondoobutsu) herzustellen, waren die Formen aus Wachs. Wachs wurde aus Bienenwaben gewonnen und mit Kiefernharz und Öl versetzt, um es gut formbar zu machen. Nach diesen Wachsmodellen wurden Grundformen (gengata) hergestellt.



kondoobutsu 金銅仏

Nach einem anderen Verfahren (verlorene Form) wurde eine innere Form (nakagata) gefertigt, mit Wachs überzogen und ausmodelliert. Darüber wurde die äußere Form (gaikei) aus Lehm angebracht. Damit sich die innere Form nicht bewegte, wurde sie mit Kernstützen (katamochi) gestützt; die Stützen wurden nach dem Gießen herausgenommen und die Löcher mit dem gleichen Material aufgefüllt, so daß diese Stellen später nicht mehr zu erkennen waren. Durch die Wachsmodellierung ließen sich feinste Details herausarbeiten, allerdings konnte jeweils nur eine identische Figur hergestellt werden.


Die Vergoldung erfolgte entweder durch Feuervergoldung mit erhitztem Amalgam oder durch Auftragen von feinster Goldfolie (kinpaku). In der Verarbeitung von Goldfolie erwiesen sich die Japaner bald als Meister.

Einfache Figuren wurden aus Metallplatten herausgehämmert (tsuichoo zukuri), als Halbrelief herausgehämmert (oshidashibutsu) oder linienförmit eingraviert (kebori). Eine Sonderform ist dabei das Gravieren von kleinen Punkten nebeneinander (keribori), um das Motiv darzustellen.


Halbrelief-Figuren von Heilswesen auf Bronzeplatten
oshidashibutsu 押出仏


Die einzelnen Schmuckteile einer Figur wurden meist von einem gesonderten Meister (kazari busshi) angebracht. Sie brachten auch Haare, Barthaare usw. aus gesondertem Material an einer vollendeten Figur an (uetsuke).

Während der verschiedenen historischen Epochen wurden verschiedene Materialien für die Herstellung von Buddhafiguren bevorzugt.


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. . . . . Steinfiguren 石仏



Steinfiguren sind in Indien und China häufiger, da sich in Japan nur wenig geeignetes Material findet. In Japan sieht man häufig kleine Figuren von Jizoo oder Kannon Bosatsu am Wegrand und an Wegkreuzungen.

Eine Version der Steinstatuen sind oft riesige Reliefdarstellungen in Felswänden (magaibutsu). Diese Form findet sich häufig in Zentralasien, China und auch in Korea. In Japan fehlen geeignete Felswände und diese Form ist selten. Die wichtigsten Beispiele finden sich in Usuki, Kyuushuu. Da derartige Statuen Wind und Wetter und in Japan besonders Regen und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, finden wir sie heute meist in einem stark verwitterten Zustand. Restaurationsarbeiten sind schwierig.


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. . . . . Trockenlackverfahren 乾漆



In der Nara-Zeit waren Tonplastiken und Trockenlack-Figuren am häufigsten. Sie gestatteten eine bessere Detailgestaltung als Holzschnitzereien. Später wurden sie aber kaum noch ausgeführt. Trockenlack-Figuren haben einen stabilisierenden Kern (shinboo) aus Ton, der mit in Lacklösung getränktem Hanfstoff überzogen wurde; es folgten mehrere Schichten Stoff und Lack. Zum Modellieren wurde dann Lack mit Holzspänen und Stroh versetzt und aufgetragen. Nach der Vollendung wurde der Tonkern entfernt und durch ein leichtes stützendes Holzgestell ersetzt
Derartige Figuren eigneten sich besonders zum Umhertragen in Prozessionen, da sie relativ leicht waren.
Trockenlack-Figuren sind relativ unempfindlich gegen Feuchtigkeit, chemische Zersetzung und Ungeziefer.


Bei Tonplastiken wurde ein Holzkern mit Ton überzogen, bis eine rohe Figur fertiggestellt war. Darüber kamen Schichten von feinem Ton gemischt mit Leinenstoffen. Die letzte Schicht zum endgültigen Modellieren bestand aus feinstem Ton mit Bindemittel und kleinen Papierschnitzeln oder Tierhaaren. Die Oberfläche erhielt dann noch einen Überzug von feinem weißem Muschelkalk mit Zusatz von Glimmerpulver, das Glanz geben, den Trocknungsvorgang beschleunigen und die Gefährdung durch Feuchtigkeit mindern sollte. Darüber befand sich dann häufig noch eine Farbschicht, die aber heute meist verloren ist.


Die meisten Holz- und Trockenlackstatuen wurden abschließend mit Goldlack überzogen. Entweder wurde Blattgold direkt auf dem Holz angebracht oder das Holz zunächst mit einer Schicht Hanfstoff überzogen, diese lackiert und geglättet und darauf das Blattgold angebracht (kinpaku-oshi). Für das Gesicht verwendete man meist sieben Schichten Blattgold, für den Körper fünf Schichten und für Nimbus und Sockel drei Schichten. Derartige Statuen nennt man "Statuen mit Lackbeschichtung" (shippakuzoo 漆箔像).


kinpakuoshi 金箔押し


© Gabi Greve
Buddhastatuen (Buddhastatues) Who is Who
Ein Wegweiser zur Ikonografie von japanischen Buddhastatuen


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- quote -
kanshitsu 乾漆
Also kanshitsuzou 乾漆像, kanshitsu-zukuri 乾漆造.
Dry lacquer technique. A technique used to produce Buddhist images brought from China in the late 7c and in Japan throughout the Nara period. In documents from the Nara period kanshitsu was refered to as *soku 即, or the Chinese term *kyoucho 夾紵. There were two types of dry lacquer technique. One was the hollow dry lacquer method *dakkatsu kanshitsu 脱活乾漆, and the other was the wood-core dry lacquer method *mokushin kanshitsu 木心乾漆. The hollow dry lacquer technique was the first to be used in Japan, and was popular during the Hakuhou and Nara periods.

A rough core was first modelled in clay and then layers of hemp cloth soaked in lacquer were applied over the surface, each layer being left to dry before the next layer was added. The clay core was then removed, forming a lightweight hollow statue. A wooden framework was often fitted inside the statue to prevent it warping. Surface details were modelled with a thick paste known as *kokuso-urushi 木屎漆: a mixture of lacquer, flour, and wood-powder. In wood-core dry lacquer statues the basic shape of the statue was first carved in wood, and then lacquer was applied over the wood. Layers of hemp cloth were used as for the hollow dry lacquer statue, and surface details were added using kokuso-urushi. The lacquer layer tended to be between 1-3cm thick; as the technique developed during the Nara period, the wooden core was carved to an increasing degree of precision and the lacquer layer was made gradually thinner.
- source : JAANUS

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The biggest Dry Laquer Buddha of its kind
Gifu - Shoohooji 正法寺 Shoho-Ji
日本一の乾漆仏




- quote -
The Gifu Great Buddha is 13.7 meters tall, with ears 2.1 meters long and nose 0.4 meters high. The face measures 3.6 meters.
Along with the Great Buddhas at Nara and Kamakura, it is one of the three great Buddha portrait statues in Japan. It was finished in 1832, during the Edo Period (1603-1868) after 38 years of construction. It is designated as an important cultural asset of Gifu prefecture.

The construction technique used for the statue was to first make molds with wood, bamboo, and clay, then layering the molds with Japanese paper decorated with Buddhist sutra, a second layer of Japanese lacquer, and a third and final layer of gilding. This is the largest statue in Japan constructed by this technique. It is known and loved as the “Basket Buddha,” because of its woven bamboo framework, which resembles a basket.

The serene and dignified Buddha smiling down upon his visitors makes the hall a healing and soothing space.
- source : www.gifucvb.or.jp



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2 comments:

Anonymous said...

Enjoyed the visit, Gabi, even though my German is pretty much limited to
"ja," "nein," and "haben sie."

Best, Bill K

haiku-shelf said...

very interesting, Gabi!

the tachiki butsu is beautiful!


best wishes,
Angelika