12/25/2007

Kannon Bosatsu

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Kannon Bosatsu 観音菩薩




Detailed English Reference by Mark Schumacher
KANNON BOSATSU, KANNON BODHISATTVA

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「龍騎観音」 Kannon on a dragon
平野千里作 by Hirano Senri
- source : facebook

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. Kannon Bosatsu 観音菩薩 Avalokiteshvara - ABC List .   




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kigo for the New Year

hatsu Kannon 初観音 First Kannon Ceremony



SAIJIKI – THE NEW YEAR


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kigo for late autumn

Kannonsoo 観音草(かんのんそう)Kannon plant
. . . gegesoo 解夏草(げげそう)"end of summer plant"

. kichijoosoo 吉祥草 (きちじょうそう) Kichijoo-plant


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観音のいらか見やりつ花の雲 
Kannon no iraka miyaritsu hana no kumo

Kannon Temple:
looking off at its tiled roof
in clouds of blossoms

Tr. Barnhill


Written in 1686 - 貞亨3年.
According to Kikaku, Basho wrote this when he was ill in Bed in Fukagawa.
It seems he could see the roof of Asakusa Kannon temple from his home, which is about 3.5 km away.

. Matsuo Basho 松尾芭蕉 - Archives of the WKD .


. Asakusa Kannon 浅草観音 Temple in Edo .


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春塵や観世音寺の観世音
shunjin ya Kannonji no Kanzeon

this spring dust -
the Kannon statue at
temple Kannon-Ji


(this temple is at Dazaifu Town, Fukuoka Pref. Kyushu)

MORE - Kannon Haiku by Takano Sujuu


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冴返る仏に千手われに二手  
sae-kaeru hotoke ni sente ware ni ni te

it is cold again -
Kannon with a thousand hands
me with two hands

Itoo Michiaki 伊藤通明 Ito Michiaki


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Kannon (Kanzeon, Kanjizai; Avalokiteshvara)
観音

Die japanische Lesung entspicht dem chinesischen "Kuan-Yin".
Ein Wesen, das zur erleuchtenden Einsicht fähig ist und das voll Mitleid die Leidensrufe der Welt betrachtet.

Ältere Statuen haben maskuline Züge, während spätere Formen oft rein weibliche Züge besitzen. In diesem Text wird diese Gottheit daher als DIE Kannon bezeichnet.
Stellt die unendliche Barmherzigkeit dar; hört die Stimmen aller Wesen, die erleuchtet werden wollen und gewährt Gnade in dieser Welt sowie Führung ins Paradies, siehe auch die Sechs Jizoo. Daher besonders beliebte Figur in allen Sekten, bereits während der Regierungszeit der von Suikoo Tenno (593 - 628) bekannt, also etwa 40 Jahre nach der Einführung des Buddhismus.

Sutra: Lotus-Sutra (Hokkekyoo), Kegonkyoo und Muryoojuukyoo.

Wenn Kannon den Ruf eines Menschen in Not hört, kann sie sich in eine Vielzahl von Inkarnationen verwandeln, um entsprechend zu Hilfe zu kommen. Daher sind die Figuren der Kannon auch so vielseitig und verschiedenartig.

Lebt auf dem Berg Potalaka (fudarakusan) im Südlichen Meer. In Tibet erinnert der Name Potala an diesen Berg. In Japan werden die Heiligen Orte des Nachi-Berges in Kumano und des Futaarasan-Berges in Nikkoo als Heilige Gegenden der Kannon (fudaraku) verehrt.

In China erschienen die ersten einzelnen Kannon-Statuen im 5. Jhd, während man in Korea im 6. und 7. Jhd. nur Kannon-Statuen im Zusammenhang mit der Amida-Dreiergruppe findet.
Kannon hat 33 verschiedene Inkarnationen (sanjuusan oogeshin, oojin, henge) (siehe 33 Inkarnationen der Kannon-Gelübde), um alle Menschen zu retten. Kannon gewährt allerdings nicht nur Hilfe und Wohlergehen in dieser Welt, sondern kann auch die Seelen aus dem Kreislauf der Wiedergeburten retten.

In der Zen-Sekte wird die Tugend und Lehre einer Kannon auch "Entsuu Daishi 円通大師" genannt.
Wahrscheinlich Einfluß einer hinduistischen Gottheit, daher in späteren Zeiten im esoterischen Buddhismus oft Statuen mit vielen Köpfen und Armen.

Der Glaube an die Heilkraft einer Kannon wurde von den Heiligen Wanderpriestern (hijiri 聖) aus den großen Tempelklöstern im Regierungszentrum heraus in die Provinzen zum einfachen Volk getragen. Sie schufen viele kleine wunderkräftige Heiligtümer und Tempel und begründeten damit auch die Pilgerfahrten, die bald im Namen der Kannon erfolgten. Siehe Haupt-Kannon in Pilgertempeln.

Das Gefolge einer Kannon besteht aus den 28 Göttlichen Wesen (nijuuhachi bushuu). Später kamen dann noch der Windgott und der Donnergott dazu. Diese Formation war bereits in China in der T'ang-Zeit sehr beliebt; in Japan seit der Heian-Zeit bis zur Muromachi-Zeit.
In der Tendai-Sekte gibt es auch Dreiergruppen der Kannon mit Fudoo Myoooo und Bishamonten.


Ikonografie:
Meist als weiblich anmutende Figur dargestellt. Bei älteren Figuren findet sich allerdings oft die Andeutung eines Bartes auf der Oberlippe.
Kannon-Statuen sind besonders vielseitig.

Hohe Krone mit kleinen Verkörperungen oder eine Nyorai-Figur im hoch aufgekämmten Haar. Bis auf die Pferdeköpfige Kannon immer mit einem milden Gesichtsausdruck.
Kleidung und Schmuck wie normale Bosatsu-Figuren.
Frühe Statuen zeigen das wunscherfüllende Juwel, mit beiden Händen vor der Brust gehalten, als Ausdruck der Allmacht einer Kannon.
Lotusknospe oder Vase mit Lotusknospe in der linken Hand. Rechte oft in der Geste Fürchtet Euch nicht! Die Kannon einer Amida-Dreiergruppe hält immer ein Lotusgefäß in beiden Händen.
Steht oder sitzt auf einem Lotussockel.



Besondere Statuen:

. 33 Kannon-Statuen (Sanjuusan Kannon 三十三観音, Henge Kannon 変化観音)
10. Mit Fischkörbchen. (Gyoran)


Elfköpfige Kannon (Juuichimen Kannon; Ekaadasamukha)
Eine der ältesten Figuren innerhalb der besonderen Wandlungsformen einer Kannon (Henge Kannon) im esoterischen Buddhismus. Seit der mittleren Nara-Zeit, im allgemeinen als weibliche Figuren dargestellt.

Ursprünglich der indische Sturmgott Rudra, der elf Namen besitzt. Im Buddhismus als Kannon mit elf Köpfen verehrt, als Ausdruck der elf Arten göttlicher Macht oder um die Menschen von den elf weltlichen Lüsten zu retten.

!In der großen Buß-Zeremonie des "Heiligen Wasser Schöpfens" (Omizutori) der Halle Nigatsudoo des Tempels Toodaiji in Nara steht die Elfköpfige Kannon im Mittelpunkt der Verehrung. Diese Zeremonie, bei der Feuer und Wasser eine wichtige Rolle spielen, wird seit der Nara-Zeit jährlich im März (Februar (nigatsu) des alten Kalenders) abgehalten.

Über dem Hauptgesicht, einem gütigen Bosatsu-Gesicht, finden sich 10 weitere Köpfe:
Drei Barmherzigkeits-Gesichter (bosatsusoo, jihimen, jakujoosoo) nach vorne; drei zornige Gesichter (funnusoo, shinnumen, idosoo) nach rechts und drei mit entblößten Eckzähnen lachende, aber doch grimmige Gesichter (kuge jooooshutsumen, shige jooshutsusoo) nach links. Ein wild lachendes Gesicht (boobaku daishoomen, shoonusoo) nach hinten. Das oberste Gesicht (Nyoraisoo) stellt Amida Nyorai dar.

Große Ohrgehänge (jitoo), häufiger bei Statuen in China.
Meist zwei Arme. Rechte Hand in der Geste Fürchtet Euch nicht!, linke Hand mit Lotusknospe. Seltener mit vier oder acht Armen. Bei vier Armen trägt sie in der unteren rechten einen Rosenkranz, die obere rechte in der Geste Fürchtet Euch nicht!, in der oberen linken eine Lotusblüte und in der unteren linken ein Wassergefäß.

Besondere Formen unter den Elfköpfigen Kannon sind die Kannon mit neun Köpfen (kumen Kannon) und die Kannon im Stil des Tempels Koogenji, die zwar 11 Köpfe hat, aber die Anordnung der Köpfe ist anders. Diese Kannon hat sechs Köpfe über dem Hauptgesicht und über den Ohrn und am Hinterkopf jeweils einen Kopf. In der Hohen Krone trägt sie keinen Nyorai, sondern ebenfalls eine Bosatsufigur.


Haupt-Kannon in Pilgertempeln (Kannon Fudasho Honzon)
Kannon-Statuen in den 33 Tempeln einer Kannon-Pilgerfahrt (sanjuusan fudasho). Die Kannon-Pilgerfahrten waren seit alter Zeit sehr beliebt, nachdem Hanayama Tennoo (1249 - 1305) 33 Tempel zur Verehrung der Kannon (fudasho) festlegte.

Die älteste Pilgerrute, seit der Heian-Zeit von Heiligen Wanderpristern benutzt, ist in Saigoku (Gegend um Osaka). In der Kamakura-Zeit folgten die 33 Kannon-Tempel in Bandoo (Gegend um Tokyo) und schließlich die 34 Kannon-Tempel in Chichibu (Berggebiet nordwestlich von Tokyo), die für die Bürger der Stadt Edo besonders einfach zu erreichen waren. Dies ergab zusammen 100 Pilgertempel (Hyakuban Kannon Fudasho) für eine ausgedehnte Pilgerfahrt. Die meisten Tempel der Saigoku- und Bandoo-Pilgerrute gehören dem esoterischen Budhismus an, während in Chichibu auch Tempel der Zen-Sekten mit Statuen der Heiligen Kannon vertreten sind. Siehe auch Sechs Kannon.


Berühmte Schnecken-Halle (Sazaedoo) des Tempels Shookakuji, Gumma-Präfektur, bei dem diesen 100 Kannon-Statuen in einer einzigen Halle mit schneckenförmigem Durchgang zusammengefaßt waren.
Alle ikonografischen Formen der sechs Kannon-Statuen können vorkommen.
Auch als Begleitfiguren eines Amida oder mit Yakushi Nyorai zusammen.

Pilgerfahrten
Hier ein kurzer Abschweif über die Entstehung von Pilgerfahrten, die sich in Japan seit alter Zeit und gegenwärtig wieder einer großen Beliebtheit erfreuen. In der Edo-Zeit waren Pilgerfahrten fast die einzige Möglichkeit für die wohlhabenden Bürger, die Grenzen der Präfekturen zu überschreiten und im Lande herumzukommen. Die Städte (mon~zen machi), an denen sich bekannte Pilgertempel oder Schreine befanden, boten meist auch ein reiches Angebot an weltlichen Vergnügungen.

Die geschichtliche Entwicklung zeigt folgendes:
Zunächst Errichten eines Sutrahügels (kyoozuka), dann Vergraben der Sutras (maikyoo), dann Austeilen von Stempeln an diesen Orten (nookyoo), dann im Land herumlaufen, um Stempel von diesen Orten zu sammeln (kaikoku), folglich die Pilgerfahrt (junpai, junrei, henroo).
In einigen Tempeln wird auf kleine Steine je ein Schrift~zei~chen des Sutras geschrieben und diese Steine dann vergraben (ichiji isseki, rekisekikyoo).
Ein Sutrahügel diente dem Vergraben der heiligen Sutras in reiner Erde nach dem Tode des Shakyamuni, bis zur Wiederkunft des Miroku Bosatsu.


Die Form des Stupa (Tahoo-Pagode) soll Shakyamuni selbst seinen Anhängern ge~wiesen haben. Er legte zunächst seine drei Gewänder viereckig zusammen auf den Boden. Darauf stellte er seine runde Bettel~schale und darüber legte er seinen Pilgerstab. So hat der Stupa heute die Grundform eines viereckigen Unterteils, meist mit Stufen, einem domförmigen, runden Mittelteil und einer stab- bzw. schirmartigen Spitze mit verschiedenen Schirmen, dem Symbol von Autorität.


Saigoku 西国三十三所
33 Pilgrim Temples in Western Japan

at the end you get

source : Naomi on facebook


Kannon mit Netz und Seil (Fukuu Kensaku (Kenjaku) Kannon; Amoghapaasa)
Besonders beliebt seit der Nara-Zeit. Älteste Trockenlack-Statue in der Sangatsudoo-Halle des Tempels Toodaiji in Nara. Hilft bei Erkrankungen, spendet Reichtum, verleiht Schönheit, gewährt Erfolg im Geschäfts~leben, schützt vor Brand und Katastrophen und erfüllt viele andere weltliche Wünsche. Wenn das Land in Unruhen gefallen ist, helfen Gebete zu dieser Kannon, um den Frieden wieder herzustellen.

Diese Gottheit ist sehr mächtig; sie wurde besonders von den Fujiwara-Regenten zur Unterstützung der Staatsmacht angebetet. Daher fand sie wahrscheinlich beim einfachen Volk weniger Beachtung und wurde nach der Nara-Zeit kaum noch verehrt, sondern von weniger energetischen, mehr mitleidvolleren Figuren der Kannon abgelöst.

Eine der sechs Kannon-Statuen der Tendai-Sekte, aber nicht in der Shingon-Sekte.
Rettet alle spirituell Verlorenen und im Meer der Unwissenheit schwimmenden mit Netz und aufgewickeltem Seil (kenjaku). Die Maschen des Netzes sind so eng "ohne einen Zwischenraum" (fukuu), daß kein Lebewesen darin verloren geht.
Einen, drei oder 11 Köpfe; drei Augen; sechs, acht oder zehn Arme, dabei zwei Hände im Gebet vor der Brust gefaltet. Eine Hand mit Rosenkranz bzw. Seil. Andere Hände mit Wedel, Pilgerstab oder Lotusblüte. Trägt eine besonders reich geschmückte Hohe Krone mit einem stehenden Nyorai auf dem Haupt. Die meisten Figuren haben einen Kopf, drei Augen und acht Arme.
Mit Gewand aus Hirschleder (rokuhi Kannon) als Gottheit der Jagd und der Fischerei.


Heilige Kannon (Shoo Kannon; Aarya-Avalokiteshvara, Padmapaani)

Orthodoxe menschliche Gestalt. Gehört nicht zu den abweichenden Figuren. Seit im 6. und 7. Jhd. die abweichenden Kannon-Statuen immer häufiger wurde, erhielten die einfachen Statuen diese Bezeichnung.
Zusammen mit Seishi Bosatsu in der Amida-Dreiergruppe. Häufiger als Einzelstatue besonderer Gegenstand der Verehrung, z.B. Yume Kannon, Guze Kannon und Kudara Kannon im Tempel Hooryuuji in Nara.
Am 100. Todestag wird diese Kannon mit einer Lotusknospe und einem Lotusblatt verehrt.
Sitzt auf einem Lotussockel.
Hohe Krone mit Verkörperung des Amida. Rechte Hand erhoben zur Geste Fürchtet Euch nicht! oder gesenkt zur Geste der Wunschgewährung. In der linken Hand eine Lotusknospe, mit der rechten diese Knospe aufblätternd (daher der Name "Padmapaani": Der mit dem Lotus in der Hand). Oder ein Wassergefäß, ein Juwel oder einen Wedel in der Hand. Die Gegenstände werden entweder fest in der Hand gehalten oder erscheinen zwischen den gefalteten Händen eingeklemmt.
Als Dreiergruppe mit Jikokuten und Tamonten (Tempel Jooshooji, Tokyo).


Kinderschützende Kannon (Koyasu Kannon)
Auch "Kindererziehungs-Kannon" (Kosodate Kannon), "Kindersegen-Kannon" (Komochi Kannon), "Barmherzige Mutter Kannon" (Jimo Kannon), "Säuglings-Kannon" (Jiji Kannon) u.a. genannt. Heute häufig für abgetriebene Kinder zuständig (Mizuko Kannon).
Wegen der Ähnlichkeit mit der christlichen Marienfigur oft von den Heimlichen Christen im Japan der Edo-Zeit verehrt. Im Volksglauben besonders verbreitet.
Bosatsu-Statue mit Kindern auf dem Arm und um die Füße. Mit weißen Gewändern und hoher Frisur. Manchmal mit nacktem Oberkörper, einem Säugling die Brust reichend.


Pferdeköpfige Kannon (Batoo Kannon; Hayagriiva)
Wahrscheinlich eine Version des hinduistischen pferdeköpfigen Vishnu, der mit einem fliegenden Pferd die vier Himmelsrichtungen durcheilte und die Feinde überwand. Als eine furchterregende Inkar~nation des Muryoo Juubutsu (Amida Nyorai) angesehen; manchmal auch zur Gruppe der Myo-o gezählt (Batoo Myo-o, Dairikiji Myo-o).
Durch lautes Wiehern wie ein Pferd schreckt sie die bösen Dämonen ab.
In Japan seit dem 7. Jhd. bekannt. Zunächst eine der Sechs Kannon-Figuren, dann als selbständige Gottheit, die den Existenzbereich der Wilden Tiere (chikushoodoo) beherrscht.
Besonders verehrt von den pferdezüchtenden Bauern und Pferdehälndlern in den Berg~gebieten und in Nordjapan. Dort oft als Steinfigur am Wegesrand oder auf dem Grab eines Pferdes; bewachte den Verkehr zu Pferde auf den damals oft gefährlichen Bergpfaden. Vor den Steinstatuen werden oft Bohnen und Karotten geopfert. Neuerdings finden sich in den Hallen der Pferdeköpfigen Kannon auch Votivbilder von Fahrrädern.
Selten Steinstatuen mit Ochsenkopf (Gotoo Kannon) oder Schweinekopf (Tontoo Kannon).

Ikonografie:
Sitzende Figuren haben eine Knie erhoben. Sitzt auf einem mehrstufigen Sockel, wie ein Myo-o.
Weißer Pferdekopf als oberster in der Hohen Krone und weitere drei Köpfe, eines mit furchterregendem Gesichtsausdruck. Alle Köpfe mit drei Augen. Zwei, sechs oder acht Arme mit Stab der Lehre, Axt, Schwert, Rad der Lehre, Vase mit Vogelkopf, offener Lotusblüte und zwei Hände im Gebet gefaltet. Fast immer vor der Brust gefaltete Hände in der speziellen Geste der Pferdeköpfigen Kannon. Rote Körperfarbe. Flammenartig nach oben gekämmte Haare
Umgeben von einem großen, runden Nimbus oder einem Flammen-Nimbus.



. Jundei Kannon, Juntei Kannon 准胝 観音  



Sechs oder sieben Kannon (Rokkannon, Roku Kannon, Nana Kannon)
Sechs oder sieben (mit Heiliger Kannon) einzelne Statuen mit abweichenden Körperformen mit mehrern Armen und Köpfen (henge Kannon), besonders in Tempeln für Kannon-Pilger. Sie helfen den Seelen der Toten aus den sechs verschiedenen Existenzbereichen. Siehe Sechs Jizoo. Die sechs Kannon-Statuen finden sich häufig im Zusammenhang mit der Shingon- und der Tendai-Sekte und werden seit dem 10. Jhd. verehrt.
In Kyooto gibt es sieben besondere Tempel, die eine eigene Pilger~fahrt wert sind (Rakuyoo Shichikannon). Sie erfreute sich seit der Heian-Zeit besonderer Beliebtheit und soll sich dann zu der Pilgerfahrt der 33 Kannon-Tempel in West-Japan ausgeweitet haben. Siehe Haupt-Kannon.
Pferdeköpfige Kannon, Kannon mit Netz und Seil, Reinheits-Kannon, Elfköpfige Kannon, Wunscherfüllende und Tausendarmige Kannon.
Als sechs Steinfiguren an Wegkreuzungen, als Wegweiser zum Paradies des Westens.


Tausendarmige Kannon (Senju Kannon; Sahasrabhuja, Sahasra-netra)
Komplexe, esoterische Manifestation mit 11 oder 27 Köpfen. Ideal mit 1000 Armen und einem Auge auf jeder Handfläche (Senju Sengen Kanjizai Bosatsu), als Symbole der unendlichen Barmherzigkeit (Daihi Kannon) zur Rettung aller Menschen an jedem Ort und gerade in diesem Augenblick. Tausend bedeutet dabei eine unendlich große Menge.
Besonders beliebt seit der Nara-Zeit.
In der berühmten langen Tempelhalle Sanjuusan Gendoo in Kyooto, dem längsten Holzgebäude der Welt, finden sich eine riesige zentrale sitzende Statue von etwa 3,35 Metern und 1000 fast menschengroße stehende, vergoldete Statuen mit jeweils 1000 Armen und individuellem Gesichtsausdruck; von Tankei und anderes Statuenmeistern der Kei-Schule aus der Kamakura-Zeit.
Da man eine Tausendarmige Kannon auch "Lotus-König" (rengeoo, renge oo) nannte, heißt diese lange Halle auch "Lotus-König-Halle" (Rengeooin).

Die meisten Statuen haben eine stehende Nyorai-Figur in der Hohen Krone und ein vertikales drittes Auge (butsugan) auf der Stirn.

Häufig umgeben von 28 göttlichen Wesen. Dazu kommen oft noch der Windgott (Fujin) und der Donnergott (Raijin).
Mit einem Arm kann eine Kannon 25 Welten retten, 40 mal 25 = 1000. Daher oft mit 40 plus zwei normalen Armen dargestellt. Mit zwei betenden Händen vor der Brust und weiteren Armen an der Seite. Meist werden 40 oder 42 Arme in drei Reihen angeordnet. Die Handflächen haben häufig ein rundes Auge. Die Kannon-Statue im Tempel Kiyomizudera in Kyooto hat zwei Arme hoch über dem Kopf erhoben, die sich über dem Kopf berühren, darauf steht eine kleine Statue des Amida Nyorai.

Mit 42 seitlich am Körper befestigten Armen (wakishu) sieht eine Statue aus wie ein Pfau mit aufgestelltem Rad; siehe Kujaku Myo-o.
In den Händen halten die Statuen folgende Gegenstände, die sich sonst oft einzeln bei anderen Statuen finden. Die meisten Gegenstände entsprechen sich als Paare, siehe Gegenstände in der Hand.

In den rechten Händen:
Spiegel, Mondkugel, langer Pilgerstab, Sutraschatulle, wunscherfüllendes Juwel, Verkörperung, Donnerkeil mit einem Zacken oder mit drei Zacken, Sutrarolle, Axt, Swastika-Siegel, geöffnete Lotusblüte, Pfeil, Trauben, Weidenzweig, Rosenkranz, Lotusknospe, Vase mit Vogelkopf.

In den linken Händen:
Dreizack mit langem Stab, Sonnenkugel, Schrein, Verkörperung, Rad der Lehre, Wolke, Degen, Schneckentrompete, Glocke mit fünfzackigem Griff, Goldreifen, Schwert, geöffnete Lotusblüte, Totenschädel, Wedel, Lotusknospe, Pfeil, Seil, Schild, Wassergefäß.

Vor der Brust mit beiden Händen:
Betende Hände, ausgestreckte Hand, Eisenschale.
Die Bedeutung dieser Gegenstände siehe im gesonderten Kapitel über Gegenstände.
Bei Steinfiguren fehlt meist der lange Pilgerstab.




Wunscherfüllende Kannon (Nyoirin Kannon; Cintaamanicakra)
"Kannon mit dem magischen Rad, das die Begierden stillt".
Mit dem wunscherfüllenden Juwel und dem Rad der Lehre rettet sie alle Wesen. Spendet weltliche und geistige Reichtümer. Siehe besondere Erläuterungen zum Juwel und dem Rad. Oft als Grabsteinfigur, dann meist in weiblicher Form auf dem Grab einer Frau. Seit dem 8. Jhd. in Japan bekannt, aber erst im esoterischen Buddhismus als Gottheit mit eigenen Zeremonien (Nyoirinhoo) zum Schutz vor Krankheit und Feuer verehrt. Seit dieser Zeit erst Statuen mit mehreren Armen.
Entsprechende japanische Gottheit ist Seiryuu Gongen des Tempels Daigoji.

Ikonografie:
Meist sitzende Figur mit einem Kopf. Anfänglich zwei Arme, seit der Heian-Zeit dann esoterische Form mit sechs Armen zur Errettung der Leidenden in den sechs Existenzbereichen, mit verschiede~nen Gegenständen, z.B. dem wunscherfüllenden Juwel, Rad der Lehre, Rosenkranz, Lotusblüte u.a. Statuen mit vier, acht oder 12 Armen sind selten. Das Rad der Lehre wird manchmal auf dem erhobenen Zeigefinger der obersten linken Hand gehalten.
Meist spezieller Flammen-Nimbus.

Hohe Krone mit kleiner Verkörperung. Rechte Hand am Kinn, Ellenbogen auf dem hochgestellten rechten Knie; eine Hand in der Geste der Anrufung der Erde als Zeuge. Am deutlichsten durch das hochgestellte Knie zu erkennen, während das andere Bein in Meditationshaltung eingebogen ist; dabei berühren sich die Fußsohlen der beiden Füße.

Entweder Lotussockel oder spezieller "Strahlender Berg"-Sockel, mit überwältigendem Wurzelwerk, bei dem der Hersteller seiner Individualität Ausdruck und Gestalt geben kann. Mit einer Hand stützt sie diesen Sockel, damit der "Strahlende Berg" mit dem Lotussockel nicht ins Wackeln gerät.

Bedeutung der sechs Arme nach Nishimura (3):
Eine Hand mit Lotusblüte und Rad der Lehre zum Himmel, eine zur Erde: "Alle Wesen zwischen Himmel und Erde sollen sich zum Buddhismus bekehren." Der Rosenkranz bedeutet: "Glaubt an den Buddha, findet den Buddhismus in Euren Herzen!" Hand am Kinn: Nachdenken, wie die doch nicht gläubigen Menschen gerettet werden können. Wunscherfüllendes Juwel: "Alle, die an den Buddha glauben, werden mit diesem Juwel und mit der Lotusblüte belohnt!" Nyoirin Kannon drückt also mit allen sechs Armen gemeinsam die Lehre des Buddha aus.

Bedeutung der sechs Arme nach Nakamura (3):
Zur Errettung aller Wesen in den sechs Existenzbereichen:
Rechte Hand in nachdenklicher Haltung an der Wange: Bereich der Höllenbewohner. Rechte Hand mit wunscherfüllendem Juwel: Bereich der hungrigen Totengeister. Rechte Hand mit herunterhängendem Rosenkranz: Bereich der Tiere. Linke Hand auf dem Sockel: Bereich der Dämonen. Linke Hand mit Lotusblüte: Bereich der Menschen. Linke Hand mit Rad der Lehre: Welt der Götter.


.Buddhastatuen ... Who is Who   

Ein Wegweiser zur Ikonografie
von japanischen Buddhastatuen

Gabi Greve, 1994


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3 comments:

Gabi Greve - Basho archives said...

観音のいらか見やりつ花の雲 
Kannon no / iraka miyari tsu / hana no kumo

Matsuo Basho

Gabi Greve said...

my
Kannon Bosatsu Gallery
on facebook

https://www.facebook.com/groups/1586062288294288/?fref=ts

Gabi Greve said...

佐貫観音院
Sanuki Kannon-In Ibaraki

with a rock called Kannon-Iwa 観音岩
.
http://ja.wikipedia.org/wiki/%E4%BD%90%E8%B2%AB%E8%A6%B3%E9%9F%B3%E9%99%A2
.