6/07/2008

Who is Who 04 Myo-O

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Fudo Myo-O Gallery

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Buddhastatuen ... Who is Who

Myô-ô 明王  (Vidyâ-râja) .. Myo-O


"Könige des geheimen Wissens und der Erleuchtung" (vidyaa-raaja). Sie gebieten als Herren über das wahre Wissen und die wahren Worte (myoo; shingon = kurze Gebetsformeln; darani = längere Gebetsformeln). (Herr des Wissens - myoo no oo)., Sie verkörpern den konkreten Aspekt der wahren Worte eines Nyorai. Diese Gottheiten werden besonders im esoterischen Buddhismus verehrt.
Während Nyorai und Bosatsu Figuren des ursprünglichen Buddhismus sind, finden sich bei den Myo-O zahlreiche Gottheiten, die zunächst dem Brahmanismus, Hinduismus oder anderen lokalen Religionen angehörten und die später erst im Buddhismus integriert wurden.

Da die Myo-O auch aus anderen Religionen übernommen wurden, finden sich in Japan auch besonders viele Verbindungen zu shintoistischen Gottheiten. Die Bezeichnung "xx Myoojin" für eine shintooistische Gottheit enthält das gleiche "MYOO".

Ein Myo-O verkörpert den extremen Wunsch der Gottheit, die Menschen aus ihrer Not zu erlösen, wie ein Vater oder eine Mutter, die, um ihre Kinder zu retten sogar ins Feuer springen.
Myo-O werden als die furchterregenden Inkarnationen eines Nyorai angesehen.

In der Nara-Zeit gab es noch keine Myo-O-Statuen. Sie wurden erst durch Kooboo Daishi zusammen mit dem esoterischen Buddhismus eingeführt. In der Sutra der Diamant~welt (Kongoojookyoo) und der Dainichikyoo werden die Myo-O-Gottheiten nicht erwähnt, sondern erst in der später entstandenen Prajnaapaaramitaasuutra (Ninnoogyoo). Die ersten Statuen entstanden nach Anweisungen von Kooboo Daishi, der solche Statuen in Chooan in China gesehen hatte. Dort wurden sie ebenfalls als "Schützer des Landes" (chingo kokka shinkoo) verehrt.

Ikonografie:
Manchmal nach dem Vorbild indischer Sklaven oder als prinzlicher Shakyamuni, der sich in den Waffen übt. Niemals in chinesischer Rüstung.
Ähnlich gekleidet und mit Schmuck wie Statuen eines Bosatsu, also mit Hüft- und Schultertüchern, Ketten an Armen und Beinen und um den Hals. Keine Hohe Krone und keine wehenden Schals um die Arme.
Die Statuen zeigen insgesamt mehr Bewegung (doo) als die ruhigen (sei) Statuen der Nyorai und Bosatsu.

Alle Gottheiten haben einen furchterregenden Gesichtsausdruck (funnu). Dieser Gesichtsausdruck deutet auf brahma~nische bzw. hinduistische Ursprünge einer Gottheit. Nur Kujaku Myôô hat ein freundliches, barmherziges Gesicht.
Einzelne flammenartig abstehende Haare (dohatsu) oder insgesamt flammenartig abstehende Haare (enpatsu).

Mit zahlreichen Armen wehren sie alle störenden Einflüsse ab.
Alle mit flammendem Nimbus, dem verzehrenden Feuer der Wahrheit.
Die Geste oft in Form einer Faust, es gibt sechs verschiedene Faustarten für Myo-Os.
Gegenstand in der Hand oft Waffen wie Donnerkeil, Schwert und Bogen.
Myo-O stehen meist auf einem oder zwei Felssockeln oder trampeln auf Dämonenfiguren.


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Aizen (Raagaraaja)


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Batoo Myo-O

Der "Pferdeköpfige Myo-O".
Eine Inkarnation der Pferdeköpfigen Kannon. Häufig auch in China verehrt.


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Daigensui, Taigen (Atavaka)
だいげんすい【大元帥】 / 大元帥明王

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Unter dem Volk wenig bekannter Myôô, auch Kooyakijin Daishoo, Taigen Myo-Oder Taigenshi genannt.
Möglicherweise entstanden aus dem Anführer der Dämonengottheiten (Yasha taishoo), der zum Buddhismus bekehrt wurde.
Er führt die vier Himmelskönige und die 28 Gefolgsleute der Kannon an. Sie vertreiben wilde Tiere, Angreifer im Kriege und anderes Unheil, um den Staat und das Volk zu schützen.
Die ältesten Abbildungen finden sich im Tempel Toji (Tooji) in Nara. Verschiedene Bildrollen mit Abbildungen der Gottheit mit mehreren Köpfen sowie zahlreichen Armen und Beinen.

Hilft zum Gewinnen eines Kampfes, wenn der Landesfürst nur intensiv zu dieser Gottheit betet. Besiegt äußere und innere Feinde und schützt das Land vor Epidemien. Bringt Regen und Fruchtbarkeit. Seit 851 n.Chr. eine der Schutzgottheiten des japanischen Tennoo, seit dem 5. Shoogun Tokugawa Tsunayoshi auch des Shooguns in Edo. Er ist Hauptgegenstand der Verehrung des Rituals "Taigensui Mishihô" bzw. "Goshichinichi Mishiho", das früher im Kaiserpalast abgehalten wurde. Heute findet diese Zeremonie im Shingon-In des Tempels Tooji statt. Siehe auch "Fünf Große Myo-O".

Diese Gottheit stand jedenfalls nur den Mächtigsten des Landes zur Seite. (Als die Ausländer um 1850 ins Land kamen, war die erste Übersetzung von "General" oder "Admiral" im Japanischen "Daigensui"; auch der Tennoo wurde damals bei Verhandlungen mit Ausländern als "Daigensui" bezeichnet.)
Die furchterregendste, dynamischste Myôô-Figur.

kuji gojinboo 九字護身法(くじごしんぼう) ritual to ward off evil influences, kujikiri 九字切り


Ikonografie:
Mit einem Kopf und vier Armen. Mit vier Köpfen und acht Armen. Mit acht Köpfen und acht Armen. Selten mit 18 Köpfen und 38 Armen.
Bei vier Köpfen: das Hauptgesicht ist gütig wie das eines Bosatsu, das Gesicht darüber furchterregend, wie das eines Teufels; die Gesichter rechts und links haben drei Augen und auch einen furchterregenden Ausdruck. Jedes Gesichte hat eine andere Farbe.
Acht Arme, mit Schlangen umwunden, halten Waffen in den Händen. Totenschädel und Schlangen als Ketten um den schwarzgrünen Körper.
Steht auf zwei Dämonen.


Daigensui hoo 大元帥法
. Bannende Riten 調伏法 choobukuhoo (S: aabhicaarika)   



More details in English
Mark Schumacher



大元帥法にて武器を鎮めけり
Daigensui hoo nite buki o shizumekeri

ceremonies for Daigensui -
let us put down
all weapons


Matsuura Keishin 松浦敬親


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Daiitoku (Yamaantaka)

"Große, majestätische Tugend".
Der Große Zerstörer in der Schlacht; tötet den Sturm-Drachen.
Auch "Höllenfürst" (Kooenma) genannt; ursprünglich verwandt mit dem Höllenfürsten Emmaten bzw. in Abwandlung der japanischen Umschreibung für yamaantaka: Enmatokuka. yamaantaka bedeutet eigentlich "Der dem Todesgott Yama ein Ende macht".
Furchterregende Inkarnation des Muryooju Nyorai, des Amida Nyorai bzw. des Monju Bosatsu.
Leitet in allen sechs Existenzbereichen, siehe Sechs Jizoo.
Besänftigt die Rachegeister der Verstorbenen (onryoo), gewährt Sieg im Kampf und fördert die Trennung einer unguten Liebesbeziehung. Weitherhin hilft er bei Epidemien, Dürrekatastrophen und Überschwemmungen.
Im Westen bei fünf Figuren.

Ikonografie:
Grünschwarze Körperfarbe. Drei große und darüber drei kleine Köpfe, insgesamt also sechs Köpfe; sechs Arme und sechs Beine. Der einzige Myo-O mit sechs Beinen, daher auch "Ehrwürdige Gottheit mit sechs Beinen" (rokusoku son) genannt. In jedem Gesicht drei Augen.
In den rechten Händen: Schwert, Stab der Lehre.
In den linken Händen: Dreizack mit langem Stab und Drachen-Seil.
Die mittleren Hände vor der Brust gefaltet, mit ausgestreckten Zeigefingern. Die Zeigefinger durchstoßen die Dunkelheit und das Unwissen und führen zur Klarheit.
Reitet auf einem grünen Wasserbüffel, manchmal umgeben von Mäusen. Der Wasserbüffel wird selten stehend, häufiger liegend dargestellt.

. Daiitoku Myo-O 大威徳明王 Yamaantaka .

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Er hat bei mir einen eigenen BLOG
Fudo Myo-O (Acala)


Fudo Myo-O ..... Mein Deutscher Text


Godai Myo-O
Fünf Große Myôô (Godai Myôô)


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Goosanze (Gosanze, Goozanze; Trailokyavijaya)

"Der Besieger der drei Welten". Im Sutra Dainichikyoo auch als "Shoosanze" bezeichnet.
Besiegt die drei Grundübel des fleischlichen Leibes: Gier, Haß und Unwissenheit.
Inkarnation des Dainichi Nyorai in der Diamantwelt, zusammen mit Fudoo Myo-O in der Mutterschoßwelt. Auch Inkarnation des Ashuku Nyorai, des Fugen Bosatsu und des Kongoo Satta. Gefolgsmann bzw. Inkarnation des Monju Bosatsu.
Im Volk verehrt als Gottheit der Wasserbüffel und Rinder.
Im Osten bei fünf Statuen.

Ikonografie:
Grünblaue Körperfarbe. Drei Köpfe, acht Arme; die Kleinfinger der mittleren Hände in spezifischer Geste verschlungen.
Selten gibt es auch Statuen mit einem Kopf und zwei Armen oder vier Köpfen und acht Armen.
Der Gürtel wird von einem Löwenkopf gehalten (shikami).
Um die Hüften einen Lendenschurz aus Tigerfell (kohikun).
In den rechten Händen: Diamant-Glocke (kongootaku), Schatz-Pfeil (hoosen), Schwert.
In den linken Händen: Dreizackige Hellebarde, Schatz-Bogen (hookyuu), Seil.
Die mittleren Hände in der typischen Goosanze-Haltung.
Trampelt auf der hinduistischen Gottheit Shiva und seiner Frau (Daijizaiten und Umakoo), die auf einem flachen Felssockel liegen.
In der Abteilung "Jimyooin" des Mandalas der Mutterschoßwelt wird Goosanze im Zentrum mit drei Köpfen und acht Armen dargestellt.


Read in English
. Gōzanze 降三世明王 (Trilokavijaya) .


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Gundari (Kundali)

Auch "Daisaku Myo-O", "Gundari Yasha" oder "Kanro Gundari" genannt.
Der "Unsterbliche". Tötet Feinde und böse Geister mit großer Macht. Im tantrischen Hinduismus verkörperte er die weibliche Kraft (shakti).
Inkarnation des Hooshoo Nyorai und Kokuuzoo Bosatsu.
Im Süden bei fünf Statuen.

Ikonografie:
Grünblaue Körperfarbe. Ein Kopf, drei Augen, acht Arme. Zwei Arme vor der Brust verschränkt. Nach den ikonografischen Handbüchern vier Köpfe und vier Arme vom Rücken ausgehend.
In den rechten Händen: Donnerkeil mit drei Zacken.
In den linken Händen: Dreizack mit langem Stab, Rad der Lehre, Diamant-Degen.
Die mittleren Arme in der "Geste der Großen Wut" (daishinin) vor der Brust überkreuzt .
Rote Schlangen um den Körper, die Hand- und Fußgelenke.
Steht mit jedem Fuß auf einem kleinen Lotus-Schritt-Sockel über einem flachen Felssockel.


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Kongoo Yasha
(Kongoo Yakusha, Kangyooyakusha; Vajrayaksha)

Ursprünglich hinduistische Gottheit, im Buddhismus in Japan identisch mit Uzusama Myôô.
Kongoo bedeutet Festigkeit und Härte; Yasha sind die bösen Dämonen. Mit dem Donnerkeil zerstört er mit der Kraft der bösen Geister die inneren und äußeren Feinde des menschlichen Herzens.
Reinigt den Geist der Menschen, frißt die Unreinheit des Herzens. Das Feuer seines flammenden Nimbus vertreibt die unheilvollen Tiere, die in allen Richtungen lauern.
Furchterregende Verkörperung eines Weisheitsbuddhas oder eine Inkarnation des Shaka Nyorai, des Fuku Jooju Nyorai oder des Kongoozoooo Bosatsu.
Alleinstehende Statuen selten, meist als einer der fünf großen Myo-O. Im Norden bei fünf Statuen.

Ikonografie:
Drei Köpfe, sechs Arme. Das mittlere Gesicht hat fünf Augen.
In den rechten Händen: Schwert, Pfeil, fünfzackige Donnerkeil-Glocke.
In den linken Händen: Bogen, Rad der Lehre, Fünfzackiger Donnerkeil.
Selten ein Kopf und vier Arme. Grünblaue Körperfarbe.
Sitzt auf einem weißen Lotussockel oder steht auf einem Lotus-Schritt-Sockel, mit angewinkeltem rechtem Bein.


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Kujaku (Mahaa Mayuuri)
Der "Pfauen-Myo-O".

Hat als einziger Myo-O einen milden, barmherzigen Gesichts~ausdruck und eine Figur wie ein weiblicher ~Bosatsu. In alten Schriften auch "Makamayuri" genannt.
Sutra: Butsumo Daikujaku Myo-Okyoo.
Neutralisiert Schlangengift (Pfau frißt Giftpflanzen, giftige Tiere und Giftschlangen); heilt auch Fieber und Schmerzen und die Unsicherheit des Herzens. Schützt vor Naturkatastrophen.
In Japan als Gottheit für Regenzauber (kiu) verehrt.
Dieser Myo-O ist der älteste von allen Myo-O-Gottheiten. Die älteste Statue in Japan (Nara-Zeit) findet sich in der Goldenen Halle im Tempel Saidaiji in Nara.

Ikonografie:
Ein freundliches Gesicht, vier Arme. Keine flammenartigen Haare sondern Hohe Krone. Hält geöffnete Lotusblüte, Granatapfel, Buddha-Frucht sowie fünfschweifige Pfauenfeder in den Händen.
Reitet auf einem Lotussockel auf einem Pfau mit einem Nimbus aus Pfauenfedern.


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Uzusama (Uochusma)

Auch Ususama, Usushima, Uzushima gelesen.
Das Sanskrit-Wort bedeutete in Indien auch den Feuergott Agni, dessen Feuer alle Verunreinigungen beseitigt.
Gleiche Figur wie Kongoo Yasha. Auch Feuerkopf-Bosatsu (Kazu Bosatsu) genannt. In der Tendai-Sekte an Stelle von Kongoo Yasha als einer der fünf großen Myo-O angesehen.
Wird in Toiletten und anderen unreinen Orten von Tempeln verehrt. Beseitigt Unreinheiten, z.B. nach einer Geburt, durch Verfluchung eines bösen Geistes oder auch durch Schlangengift. Durch besondere Gebete kann Uzusama ein weibliches Kind im Mutterleib in ein männliches verwandeln. (Ususama henjoo nanshihoo).
In China besonders verehrt; viele Abbildungen in den Höhlen~tempeln von Dun Huang.

Als König Bonno (Bonten) beim Tode des Shakyamuni nicht zum Sterbebett eilen konnte, weil die Umgebung seines Schlosses total verschmutzt war, erschien Uzusama und wischte mit seinem Finger alle Unreinheiten weg. Dann berührte er das Herz des Bonno, damit dieser sogleich am Totenbett des Shakyamuni erschien.
Häufig wurden Steinfiguren von Privatpersonen zur Erfüllung ihrer Wünsche gestiftet.

Ikonografie:
Ein Kopf mit drei Augen.
Mit flammendem Nimbus um den stehenden Körper. Zwei oder sechs, häufig aber vier Arme. Manchmal mit Schlangen um die Arme gewunden. Verschiedene Gegenstände in den Händen: Schwert, Seil, Dreizack mit langem Stab, Rad der Lehre, Donnerkeil u.a.
Sitzt auf einem Lotussockel oder Felssockel.


. Ususama Myo-O ウスサマ明王 .
and amulets for the God of the Toilet


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Buddhastatuen ... Who is Who

Buddhistische Kultgegenstände Japans



O-Fudo Sama Gallery

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